BIO UND FAIR

Ein starkes Paar

Gleich und gleich gesellt sich gern, sagt eine Volksweisheit. Eine andere betont: Unterschiede ziehen sich an. Wie steht es bei bio und fair?

Fairer Handel und biologischer Landbau haben viele grundsätzliche Gemeinsamkeiten, stellen aber zwei verschiedene Ansätze mit eigener Entstehungsgeschichte und unterschiedlichen Zielen dar. Die Ursprünge des ökologischen Landbaus reichen in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Ziel ist vor allem der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen. Der Faire Handel entstand Ende der 60er Jahre aus Protesten gegen die katastrophalen Folgen ungerechter Handelsstrukturen. Er setzt sich insbesondere für soziale Gerechtigkeit im Welthandel ein und garantiert, dass für unseren Konsum keine Menschen in Entwicklungsländern ausgebeutet werden.
Durch faire Preise, gute Arbeitsbedingungen und Beratung werden im Fairen Handel Kleinproduzenten in armen Regionen dabei unterstützt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. So wird es ihnen oft erst möglich ihre Umwelt zu schützen, schädliche Pestizide zu vermeiden und auf ökologische Produktion umzustellen. Das kommt Mensch und Natur zugute. Bio und fair ergänzen sich daher nicht nur hervorragend, sie bedingen sich auch häufig gegenseitig. Gemeinsam sind sie ein starkes Paar für nachhaltige Entwicklung!